Alles rund um das Thema Wasserkühlung

Willkommen im Themenbereich Wasserkühlung!

Hier findest du alle Einsteiger Infos zu Bauteilen und Funktionsweise einer Wasserkühlung.

Zum Betrieb einer Wasserkühlung benötigt man immer folgende Kern-Bauteile:


Kühlblöcke, Radiatoren, Lüfter, Ausgleichsbehälter, Anschlüsse (Fittings), Soft-, oder Hardtubing, Wasser und eine Pumpe.


Kühlblöcke

Zum kühlen der Komponenten, benötigt man natürlich einen Kühlblock. Hierbei gibt es diverse Möglichkeiten. Die gängigsten sind CPU und GPU Kühler.

Zusätzlich kann man weitere Bauteile kühlen. Neben RAM, Spannungswandler, Chipsätzen, Festplatten, M2 SSD´s, Netzteilen und Lüftersteuerungen gibt es für beinahe alles einen Wasserkühler.  

 

Optisch stehen einige Möglichkeiten zur Verfügung. So sind Acryl, Acetal, Kupfer, Aluminium, Glas oder Verchromte Versionen / Bauteile völlig "normal". Monoblöcke runden das Angebot ab. 

 

 


Radiatoren

Radiatoren sorgen für den Wärmeaustausch vom Kühlwasser zur Umgebungsluft. 

Dies ist entscheidend für den Kühlungsvorgang. Je effizienter der Wärmeaustausch stattfindet, umso Kühler wird das System. ABER, man wird mit dieser Form, nie unter Raumtemperatur kühlen können, aber sich dieser anähern.

Es gibt auch hier diverse Materialien wie Kupfer, Stahl und Aluminium.
Wir empfehlen Vollkupferradiatoren, wie z.b. die Modelle                                                                                                                                    von Alpacool. 

 

Auch hier gibt es diverse Bauformen. Es gibt die klassischen Netzradiatoren, X-Flow Radiatoren und Rohrradiatoren.  Hier sollte man auf den Platz im Gehäuse, und seine angepeilten Lüfter achten. Es gibt Modelle ab 40mm bis 200mm, immer passend zu den verfügbaren Lüfter Größen. Auch sind diverse "dicken" möglich.  Von 25mm - 80mm ist alles auf dem Markt verfügbar. Das gängige und fast immer Ausreichende, sind 30mm Radiatoren. 

Wer seinen Geschmack auf kleine Gehäuse ausgerichtet hat, kann dennoch sein System mit Wasser kühlen. Es gibt auch hier diverse externe Lösungen auf dem Markt. Zur Wahl stehen "Tower" oder "Rechteck" Modelle zur Wahl. Tisch und Wandmontage, bieten diverse Optionen einen solchen "Monsterradiator" zu präsentieren oder unterm Tisch zu verstecken. 


Anschlüsse

Anschlüsse, auch Fittinge / Fittings genannt, benötigt man um seine Komponenten im System, miteinander zu verbinden. 

Im Regelfall benötigt man pro Bauteil, wie Kühler, Radiator usw., 2 Anschlüsse. Mehr bei Ausgefallenen Konstruktionen oder bei einer Entwässerung, welche unserer Ansicht nach sehr Wichtig ist. Leider vergessen dies viele Wasserkühlungs Besitzer, und wissen dann nicht, wie sie im Wartungsfall das Wasser entfernen sollen. 

Auch bei den Fittingen gibt es viel Auswahl auf dem markt. Von diversen Materialien und Farben, gibt es viele unterschiedliche Größen. Aber alle haben eines gemeinsam! Sie richten sich immer nach dem Außen und Innendurchmesser des Soft-, oder Hardtubes. Als Beispiel habt Ihr einen 13/10 Schlauch, dann benötigt man auch ein 13/10 Fitting. Hardtube Fittinge sind in der Regel durch den begriff "Hardtube" gekennzeichnet. 


Ausgleichsbehälter

Ausgleichsbehälter sind, wie der Name schon sagt, zum ausgleichen des Wasserstandes im Betrieb nötig.

Zudem befüllt man sein System über diese Behälter. Eine weitere, nette Angelegenheit, ist der optische Mehrwert. 

Hierbei gibt es wieder viele Modelle und Versionen mit unterschiedlichsten Abmessungen, in den einschlägigen Shops zu finden. Röhren Ausgleichsbehälter mit 50mm sowie 60mm Durchmesser, bilden den "Standard". Es gibt aber auch 80mm Versionen.

Zudem gibt es sogenannte Bay-Reserviors, also Ausgleichsbehälter für den Laufwerksschacht. Diese kann man nutzen, wenn man sonst keinen Platz im Gehäuse, oder nicht entfernbare Laufwerksschächte hat.

 

Auch hier kommen Material und optikvielfalt nicht zu kurz. Vom recht typischen Acryl, über Glas, Aluminium und weiteren Materialien ist für jeden etwas dabei. Auch bekommt man "Helix" AGB´s die an den T-Virus aus Resident Evil erinnern, oder gar nach eigenen wünschen angefertigte Modelle, wie sie "Skeeper" aus Polen zb. fertigt.  


Pumpen

Die Pumpe ist das Herzstück einer Wasserkühlung. Sie ist nötig, damit das Wasser im Kreislauf zirkulieren kann, und so die Abwärme von den Komponenten, zu den Radiatoren geleitet wird. 

Ursprünglich stammen die Wasserkühlungspumpen aus dem Aquariumsbereich. Mittlerweile werden Hauswasserpumpen, die angepasst wurden sowie Eigenentwicklungen benutzt.

Am weitesten sind Pumpen der Bauform DDC und D5 verbreitet. Sogenannte Station Pumpen wie Eheim sie bietet, sind die größte Aktuell verwendete Bauform. Eine DC-LT die kleinste. 

In der Regel gibt es Spannungsgesteuerte, aber auch PWM gesteuerte Pumpen. Zudem gibt es diverse Modelle, mit Sensoren und erweiterten Steuermöglichkeiten. Meist allerdings nur in Verbindung mit einer speziellen Steuerung wie der Aquacomputer Aquaero. 

Hier kann man nach den Platzverhältnissen im Gehäuse, Größe des gesamten Kühlsystems und seinen eigenen Lautstärkeempfinden, entscheiden auf welches Modell man setzt. 


Softtube

Schlauch, oder auch Softtube, ist das gängigste und älteste medium im Wasserkühlungsbereich, um die Komponenten miteinander zu verbinden. 

Den Schlauch, bekommt man in diversen Größen und Farben.
Von transparent bis zum schwarzen Norprene Schlauch, ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Softtube eignet sich besonders für Einsteiger oder Jene, die ihre CPU zb. öfter wechseln. Durch die Flexibilität des Schlauches, kann man so einfach den CPU kühler lösen, und die CPU wechseln. 

Nachteil, man muss sie Regelmäßig erneuern da sie mit modernen, farbigen Fluids, gerne verfärben oder die Weichmacher ausflocken, aufgrund der Chemischen Zusammensetzung der Fluids.  


Hardtube

Hardtube ist der neueste Trend und setzt sich immer weiter durch. 

Auch bei Hardtubes, also starre Rohre, gibt es diverse Möglichkeiten.
Da wären zum einem PETG und PMMA (Acryl) die man nach belieben, fast ohne Einschränkungen biegen kann. Hierzu muss man den Tube allerdings erwärmen. Womit sich manch einer schwer tuen kann, hier bietet es sich an, ggf. mit PETG zu starten. Da dieses weniger erhitzt werden muss und sich wieder zurück biegen lässt. 

Wer auf etwas besonderes Wert legt, kann seinen Traum auch mit Borosilikatglas oder verchromten Kupfer/Messingrohren, verwirklichen. Hier ist man zuweilen etwas eingeschränkt, und muss auf deutlich mehr Fittinge und Winkelstücke zurück greifen. Dadurch ensteht der sogenannte "Industrial Look" der sehr beliebt ist.